Vitamin K2 – essentieller Nährstoff für Körperfunktionen

Wir beantworten Ihre Fragen

rund um Vitamin K

 

Wofür ist Vitamin K2 gut?

Wie muss ich Vitamin K anwenden und dosieren?

Warum ist es gesund und wie wirkt es in meinem Körper?

Welches sind die Symptome von Vitamin K Mangel?

Wie hilft es bei Herz- und Gefäßerkrankungen, Osteoporose, Blutgerinnung usw.?

Gibt es Risiken und Nebenwirkungen bei regelmäßiger Einnahme?

und vieles mehr…

 

Vitamin K2 gehört wie alle K-Vitamine zu den fettlöslichen Vitaminen. Es wird auch als Menachinon (MK) oder Farnochinon bezeichnet. Bei Menachinon unterscheidet man MK-4, MK-7, MK-8 und MK-9. Diese unterscheiden sich durch die Länge ihrer Seitenkette. Eigentlich ist die Zusammenfassung der verschiedenen Menachinone unter dem Begriff K2 irreführend, da sich die Menachinone deutlich in ihrer physiologischen Wirkung und Aktivität unterscheiden. Der Buchstabe K für die wichtige Verbindung wurde gewählt, weil es wichtig für die Blutgerinnung (Koagulation) ist. Die Blutgerinnung ist abhängig von Vitamin-K2. Ein Mangel des essentiellen Nährstoffs kann bei gestörter Hämostase zu übermäßigen Blutungen führen.

Weitere Funktionen von Vitamin K2 sind die Regulation der Knochen-Mineralisierung sowie die Hemmung der Kalkablagerung in Gelenkkapseln, Knorpeln und Blutgefäßen. Die Regulation der Knochenmineralisierung wird durch das Eiweiß Osteokalzin vorgenommen, das unbedingt Vitamin K2 benötigt. Inzwischen gibt es Beweise dafür, dass schon ein leichter Vitamin-K-Mangel ein ernst zu nehmendes Risiko für die Entkalkung der Knochen, Gelenkverschleiß und Arterienverkalkung darstellt. Die Einnahme von Vitamin K2 bei einem bestehenden Mangel hilft, dieser Entkalkung – die zur Erkrankung Osteoporose gehört – entgegenzuwirken.

Bei einer schlechten K2-Versorgung wird Calcium statt in das Knochengewebe in Knorpel, Gefäßwände sowie Herzgewebe eingelagert. Das Protein Matrix-Gla-Protein (MGP) sorgt bei Vorhandensein von Vitamin K2 für die wichtige Einlagerung von Calcium und Magnesium in den Knochen und verhindert die Ablagerung in Weichteilgeweben.

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Vitamin K2 in der Nahrung

Vitamin K ist in kleinen Mengen in Fleisch und Eiern (MK-4) und fermentierten Milchprodukten wie Käse und Joghurt (MK-8 und MK-9) enthalten. Als Faustregel gilt: Vitamin K1 kommt hauptsächlich in grünem Gemüse, Kräutern und Salat vor, Vitamin K2 kommt hauptsächlich in Fleisch, Fisch und Tierprodukten vor. Die direkte Zufuhr über Lebensmittel erfolgt bei den Menachinonen (MK-4, MK-7, MK-8, MK-9) über Fleisch und fermentierte Milchprodukte wie Kefir, Dickmilch, Joghurt und Buttermilch. Die Menachinone werden sehr gut vom menschlichen Körper resorbiert. Das schlecht resorbierbare Phyllochinon (Vitamin K1) wird dagegen über grüne Pflanzen und pflanzliche Öle zugeführt.

Abweichend von der Faustregel gibt es eine ergiebige pflanzliche Vitamin-K2-Quelle (MK-7): Natto, fermentierte Sojabohnen aus Japan. Dabei wird das MK-7 durch Bakterien per Fermentierung aus den Sojabohnen synthetisiert. Vor allem durch den Verzehr von Natto, das sowohl als eigenständiges Gericht als auch als Beilage gereicht wird, nehmen Japaner generell mehr Menachinon und damit das K2-Vitamin MK-7 zu sich.
Die Aufnahme des Menachions ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, da die Synthese vor allem durch Bakterien (die auch bei der Fermentierung beteiligt sind) geschieht. Also ist die individuelle Zusammensetzung des Darmmikrobioms für alle Vitamin-MK-abhängigen Prozesse entscheidend. Da jeder Mensch eine andere Zusammensetzung von Darmbakterien hat, kann nur eine Aussage über die durchschnittliche Aufnahme seitens der Wissenschaftler vorgenommen werden, die aktuell immer noch die Wichtigkeit von MK erforschen. Dabei steht fest: Menachinon-7 ist dem Phyllochinon und dem Menachinon- 4 überlegen: Menachinon wird aus Lebensmitteln viel effizienter aufgenommen als Phyllochinon. Die Resorption von MK-7 ist 10 Mal höher als die Resorption von Phyllochinon aus pflanzlichen Lebensmitteln. Lebensmittel, die Vitamin K enthalten, müssen lichtgeschützt gelagert werden. Durch Licht- und Sonneneinstrahlung verringert sich der Vitamingehalt der Nährmittel. Vitamin K gilt als hitzestabil, sodass beim Kochen keine Verminderung des Vitaminanteils auftreten dürfte. Auch Sauerstoff macht dem K2-Vitamin nichts aus, es verliert durch Luftzufuhr keine nennenswerten Mengen an Vitamin K.

Vitamin-K-Bedarf

Der menschliche Körper kann Vitamin K nur beschränkt speichern. Der geschätzte Vitamin-K-Bedarf liegt bei 1 bis 1,5 µg pro kg pro Tag und sollte dem Körper bei normaler Blutgerinnung zur Verfügung stehen. Aber auch die anderen Funktionsbereiche von Vitamin K2 benötigen eine ausreichende Menge. Ob diese aber tatsächlich täglich zur Verfügung steht, wird bezweifelt. Die empfohlene Tagesdosis für Vitamin K für Männer liegt bei 70 Mikrogramm bis 50 Jahre und 80 Mikrogramm ab 51 Jahren. Frauen sollten 60 bzw. mit steigendem Alter ab 51 Jahren 65 Mikrogramm K2 zu sich nehmen. Die beste Methode zur Verbesserung des Vitamin-K-Status ist der Verzehr von Natto oder die Einnahme eines Vitamin-K-Ergänzungsmittels mit MK-7. Bitte berücksichtigen Sie, dass Vitamin K ein fettlösliches Vitamin ist und daher, wenn es nicht über die Nahrung aufgenommen wird, sondern als Kapsel oder Tropfen, immer mit etwas Fett eingenommen werden sollte.

 Tagesbedarf in Mikrogramm
Säuglinge  
0 bis unter 4 Monate4 
4 bis unter 12 Monate10 
1 bis unter 4 Jahre15 
4 bis unter 7 Jahre20 
7 bis unter 10 Jahre30 
10 bis unter 13 Jahre40 
13 bis unter 15 Jahre50 
Jugendliche und Erwachsene      männlich    weiblich
15 bis unter 51 Jahre7060
ab 51 Jahren8065

Gesundheitsfördernde Eigenschaften

Menachinon hat neben der Einlagerung von Mineralien in die Knochen weitere wichtige Eigenschaften: Es wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus, hat eine Aktivität gegen Tumore bei unterschiedlichen Krebsarten und beeinflusst den Stoffwechsel von Steroiden. Dabei ist Menachinon ein um den Faktor 15 stärkeres Antioxidans als Phyllochinon. In-vitro-Experimente zeigen außerdem, dass nur Menachinon entzündungshemmende Aktivität ausübt. Auch ist Menachinon für die Knochen-, Knorpel- und Blutgefäss-Gesundheit wichtiger als Phyllochinon. Menachinon verteilt sich nach der Einnahme direkt im Körpergewebe, während Phyllochinon in die Leber geht und schnell ausgeschieden wird.

Gegenspieler von Vitamin K

Die Einnahme von Vitamin A oder Vitamin E mit einer Dosis von mehr als 800 IU pro Tag erhöht den Bedarf an Vitamin-K. Personen, die Vitamin-K-Antagonisten wie Vit. A, E oder blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin einnehmen oder einnehmen müssen, sollten die Vitamin K Dosierung auf jeden Fall mit Ihrem Arzt besprechen. Da Vitamin K die Blutgerinnung fördert, würde eine gleichzeitige Einnahme von Gerinnungshemmern keinen Sinn ergeben, es sei denn, das Vitamin K wird für andere Zwecke eingenommen. Hier ist also die genaue Abstimmung mit einem Mediziner erforderlich.

Gibt es eine Überdosierung?

Vitamin K ist normalerweise unbedenklich und hat bei hohen Dosierungen keine Nebenwirkungen. In asiatischen Ländern wie Japan, Taiwan, Thailand und Korea werden seit vielen Jahren hohe Dosen benutzt. Dort wird ja auch, wie oben bereits beschrieben, durch die Ernährung viel mehr Vitamin K aufgenommen. Die Blut-Gerinnungs-Neigung zeigt keine unnormale Zunahme und auch sonst gibt es keine bekannten Nebenwirkungen.

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Vitamin D und Vitamin K2 wirken zusammen

Für einen guten Knochenaufbau sollte Vitamin D, Vitamin K2 sowie Calcium und Magnesium im Körper in ausreichender Menge vorhanden sein. Allerdings müssen die Mineralien Calcium und Magnesium in einem ausgewogenen Verhältnis von etwa 2 Teilen Calcium und 1 Teil Magnesium vorliegen. Sowohl ein höheres Verhältnis von Calcium zu Magnesium (mehr als max. 2,4 Teile ca. zu 1 Teil Mg) als auch ein höheres Magnesium zu Calcium-Verhältnis stört die Aufnahme und Resorption von BEIDEN Stoffen! Darüber hinaus muss sowohl das Vitamin K2 vorhanden sein, das für die Einlagerung der Mineralien in die Knochen zuständig ist, als auch D3, das die Proteine, die das K2-Vitamin für den Knochenaufbau braucht, aktiviert. Außerdem fördert Vitamin D3 die Aufnahme und Verwertung von Calcium. Ist zu wenig K2 vorhanden, besteht also ein Vitamin K2 Mangel, wird Calcium und Magnesium nicht in den Knochen sondern in Weichteilgeweben wie Adern, Organen, Knorpeln usw. abgelagert. Die Folge ist die sogenannte Verkalkung oder Ablagerung von Schlacken, die in Adern und Gelenken auftreten sowie als Blasen- und Nierensteine auftreten können. Ist zu wenig D3 vorhanden, sind die Proteine und das Calcium für die Knochenmineralisierung nicht in ausreichender Menge anwesend.